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Miradschname. Die Apokalypse des Mohammed.
Dante liess sich in der Göttlichen Kommödie von diesem Text inspirieren.

·Besitzer, Signatur: Bibliothèque Nationale de France. Ms. Suppl. Turc. 190.
·Der islamische Kulturkreis ist mit seinen zahlreichen Kunstwerken von überwältigender Schönheit der abendländischen Buchkunst ebenbürtig.
·In Persien entstand durch die perfekte Verschmelzung der arabischen Schule mit der buddhistischen Kunst Indiens und Chinas der timuridische Stil.
·Der Sohn Timurs (Tamerlans), Schah Ruch, verlegte die Hauptstadt von Samarkand, wo sein Vater residierte, nach Herat. Er förderte eine Buchmalerei, die von einem starken Realismus gekennzeichnet ist, wodurch die für den Islam typische Stilisierung überwunden und eine faszinierende Bilddramaturgie erreicht wurde. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts führte der unvergleichlich ausgewogene Flächenrhythmus der Miniaturen zu den Höhepunkten der persischen Kunst. Der die chinesische Linienführung zu musikalisch schwebenden Kompositionen inspirierende Zauber verlieh der persischen Miniatur jene Vortrefflichkeit, die, in Verbindung mit exquisiter Farbgebung, diese Illustrationen zu Schätzen der Weltkunst werden lässt.


·Das Meisterwerk des timuridischen Stils ist Miradschname, die Apokalypse des Mohammed. Es entstand 1436 in Herat, das heute im Norden Afghanistans liegt. Geschildert wird darin die abenteuerliche Reise des Propheten Mohammed in Begleitung des Erzengels Gabriel durch die himmlichen Sphären bis vor den Thron Gottes und die anschliessende Rückreise zur Erde durch die sieben Regionen der Hölle.
·Im mittelalterlichen Europa wurde dieser Text dank Alfons X., dem Weisen, bekannt, der seine Übersetzung vom Arabischen ins Lateinische, Französische und Spanische veranlasste. Experten zufolge liess Dante sich davon in seiner Göttlichen Kommödie inspirieren.
·Von Miradschname, der Apokalypse des Mohammed, sind verschiedene illuminierte Handschriften erhalten, die Könige, Sultane und Prinzen vom 13. bis 17. Jahrhundert in Auftrag gaben. Dieser Text mit seinen prächtigen Illustrationen erfreute sich im Orient ungeheurer Beliebtheit, genau wie im Abendland der Apokalypsenkommentar des Beatus von Liébana.
·Ein Kodex in Gold. Mit goldenen Schriftzeichen.
·Ledereinband, bedruckt mit Blattgold.
·Einmalige, limitierte Auflage von 999 numerierten Exemplaren. Mit notariellem Zertifikat.